31.8.2026
Baukasten oder individuelle Website? Wix, WordPress & Co. im Vergleich

Baukasten oder individuelle Website? Wix, WordPress & Co. im Vergleich – die kurze Antwort: Ein Baukasten ist die richtige Wahl, solange Ihre Website informiert und Vertrauen bestätigt. Eine individuelle Website lohnt sich, sobald sie verkaufen, Anfragen erzeugen oder interne Abläufe abbilden soll.
Die schwierige Frage ist nicht, welches System besser ist, sondern welches zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Wir vergleichen deshalb nicht Marketingversprechen, sondern Zahlen: monatliche Gebühren über drei Jahre, Grenzen bei Design und Technik, tatsächliche SEO-Möglichkeiten und die Frage, was passiert, wenn Ihr Unternehmen wächst. Am Ende dieses Artikels können Sie Ihr eigenes Projekt sicher einordnen – inklusive der oft übersehenen Kostenfalle beim Systemwechsel.
Baukasten oder individuelle Website? Der Unterschied im Kern
Miete oder Eigentum – in zwei Sätzen erklärt
Bei einem Baukasten mieten Sie ein fertiges System. Sie zahlen monatlich, arbeiten im Browser und bewegen sich innerhalb der Möglichkeiten, die der Anbieter vorgibt – Design, Technik und Datenzugriff inklusive. Bei individueller Entwicklung zahlen Sie einmalig für ein System, das Ihnen gehört: eigener Code, eigene Datenbank, eigener Server, keine künstliche Obergrenze.
Dieser eine Unterschied erklärt fast alle weiteren. Ein Mietsystem muss für Millionen Nutzer gleichzeitig funktionieren und ist deshalb bewusst standardisiert. Eine Eigenentwicklung muss nur für Sie funktionieren – und kann dafür genau die Prozesse abbilden, die Ihr Geschäft ausmachen.
Wix, Jimdo, Strato & Squarespace: Was kosten die Baukästen wirklich?
Baukästen werben mit Einstiegspreisen, die den Blick auf die Gesamtkosten verstellen. Realistisch wird die Rechnung erst mit eigener Domain, entferntem Anbieter-Branding, Premium-Vorlage und den zwei bis drei Zusatz-Apps, ohne die kaum ein Projekt auskommt.
| Anbieter | Realistischer Tarif | Zusatzkosten | Gesamt über 3 Jahre |
|---|---|---|---|
| Wix | 17 – 35 € / Monat | Apps 5 – 40 € / Monat | 700 – 2.100 € |
| Jimdo | 11 – 39 € / Monat | kaum erweiterbar | 400 – 1.500 € |
| Strato Homepage-Baukasten | 6 – 25 € / Monat | Shop-Modul ab 15 € / Monat | 250 – 1.400 € |
| Squarespace | 18 – 45 € / Monat | Commerce-Gebühren | 750 – 2.200 € |
| WordPress (selbst gehostet) | 8 – 30 € / Monat Hosting | Theme & Plugins 150 – 900 € / Jahr | 800 – 3.900 € |
Die Wix Webseite Kosten liegen im Business-Tarif mit zwei Apps bei rund 40 € monatlich – über drei Jahre also etwa 1.400 €. Die Squarespace Website Kosten bewegen sich auf ähnlichem Niveau, wirken durch die jährliche Zahlweise aber niedriger. Am günstigsten sind die Strato Website Kosten, allerdings mit der schwächsten Vorlagenauswahl im Testfeld.
Diesen Beträgen fehlt jedoch der größte Posten: Ihre eigene Arbeitszeit. Wer eine Baukasten-Seite selbst aufbaut, investiert erfahrungsgemäß 20 bis 60 Stunden. Bei einem kalkulatorischen Stundensatz von 60 € entsteht daraus ein Gegenwert von 1.200 bis 3.600 € – der in keiner Preistabelle auftaucht. Wenn Sie die Zahlen dem Agenturweg gegenüberstellen möchten, können Sie hier alle Website Kosten 2026 im Detail nachlesen.
Sonderfall WordPress: Baukasten, CMS oder individuelle Website?
WordPress ist kein Baukasten, wird aber ständig mit einem verwechselt. Es ist ein Content-Management-System, das Sie selbst hosten und beliebig erweitern können – und genau daraus entstehen sowohl seine Stärke als auch seine typischen Probleme.
Die WordPress Website Kosten sind zweigeteilt. Technisch beginnt es günstig: Hosting ab 8 € monatlich, ein Premium-Theme für 60 bis 120 € einmalig, Plugin-Lizenzen von 150 bis 900 € jährlich. Die WordPress Website erstellen Kosten bei einer Agentur liegen dagegen bei 2.500 bis 12.000 €, weil Design, Struktur, Rechtstexte und Performance-Optimierung echte Arbeitszeit binden.
Wo WordPress teuer wird
- Plugin-Stapel: Zehn bis zwanzig Erweiterungen sind üblich – jede ist ein potenzielles Sicherheits- und Performance-Risiko.
- Wartung: Kern, Theme und Plugins brauchen monatliche Updates. Realistisch sind 60 bis 350 € im Monat für professionelle Betreuung.
- Page-Builder: Elementor, Divi & Co. erzeugen aufgeblähten Quelltext, der die Ladezeit messbar verschlechtert.
Bieten wir WordPress-Entwicklung an? Ja – aber mit klarer Empfehlung
Um die häufigste Frage direkt zu beantworten: Ja, Pixerico übernimmt WordPress-Projekte. Wir warten bestehende Installationen, optimieren Ladezeiten, schließen Sicherheitslücken und migrieren gewachsene Seiten. Für neue Projekte mit Wachstumsabsicht empfehlen wir jedoch offen eine moderne Individualentwicklung – die Gründe stehen im nächsten Abschnitt. Welche Technologie zu Ihrem Vorhaben passt, klären wir vorab ehrlich; Sie können dazu auch WordPress vs. individuelle Entwicklung mit Next.js hier gegenüberstellen.
Wix, WordPress & Co. im Vergleich: Preis, Flexibilität, SEO und Skalierbarkeit
Die folgende Übersicht fasst zusammen, was die drei Wege in der Praxis leisten. Bewertet wird nicht, was theoretisch möglich ist, sondern was ohne Umwege und Zusatzkosten funktioniert.
| Kriterium | Baukasten (Wix, Jimdo, Strato, Squarespace) | WordPress | Individuelle Entwicklung |
|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | 0 – 500 € | 2.500 – 12.000 € | 4.000 – 80.000 € |
| Laufende Kosten | 11 – 60 € / Monat | 70 – 400 € / Monat | 20 – 350 € / Monat |
| Zeit bis zum Livegang | 2 – 10 Tage | 3 – 8 Wochen | 5 – 16 Wochen |
| Flexibilität im Design | Nur innerhalb der Vorlage | Hoch, mit technischen Kompromissen | Vollständig frei |
| SEO-Kontrolle | Grundfunktionen, kein Zugriff auf Rendering | Sehr gut per Plugin | Vollständig, inklusive Ladezeit und Struktur |
| Core Web Vitals | Mittelmäßig, systembedingt | Stark abhängig von Theme und Plugins | Sehr gut erreichbar |
| Schnittstellen zu ERP, CRM, Warenwirtschaft | Kaum möglich | Über Plugins, teils instabil | Frei umsetzbar |
| Skalierbarkeit bei Traffic und Inhalten | Endet bei einigen Hundert Seiten | Mit Caching gut beherrschbar | Praktisch unbegrenzt |
| Eigentum und Umzugsfähigkeit | Anbieterbindung, kein Code-Export | Volle Kontrolle, Daten exportierbar | Code und Daten gehören Ihnen |
| Sinnvoll für | Digitale Visitenkarte | Inhaltsstarke Websites und Blogs | Vertriebs- und Prozesskanäle |
Der entscheidende Punkt bei SEO
Baukästen sind technisch nicht per se schlecht für Suchmaschinen. Titel, Beschreibungen und Weiterleitungen lassen sich überall pflegen. Die Grenze liegt tiefer: Sie können weder das Rendering beeinflussen noch überflüssige Skripte entfernen, keine eigene URL-Logik für hunderte Landingpages aufbauen und keine strukturierten Daten frei modellieren. Für einen lokalen Dienstleister mit zwölf Seiten spielt das keine Rolle. Für ein Unternehmen, das über Inhalte Reichweite aufbaut, wird es zur harten Wachstumsbremse.
Wann lohnt sich der Baukasten – und wann die individuelle Website?
Statt einer pauschalen Empfehlung hilft eine ehrliche Selbsteinschätzung. Prüfen Sie, welche Liste besser zu Ihrer Situation passt.
Ein Baukasten reicht aus, wenn …
- Ihre Website vor allem Kontaktdaten, Leistungen und Referenzen zeigt.
- Kunden Sie ohnehin über Empfehlungen, Maps oder Social Media finden.
- das Gesamtbudget unter 1.500 € liegt und die Seite in wenigen Tagen stehen soll.
- niemand im Team Inhalte regelmäßig strategisch ausbaut.
Eine individuelle Website rechnet sich, wenn …
- Anfragen, Buchungen oder Umsatz direkt über die Website entstehen.
- Sie Daten mit Warenwirtschaft, CRM oder Buchungssystem austauschen müssen.
- mehrere Sprachen, Standorte oder Marken abgebildet werden sollen.
- Sie planen, über Suchmaschinen systematisch Reichweite aufzubauen.
- Ladezeit und Nutzerführung messbar zur Conversion beitragen sollen.
Die Rechnung über drei Jahre
Ein Baukasten mit Business-Tarif und zwei Apps kostet über drei Jahre rund 1.500 €. Eine individuell entwickelte Firmenwebsite für 6.500 € liegt inklusive Hosting und Wartung bei etwa 11.900 €. Die Differenz von rund 10.400 € klingt zunächst eindeutig.
Entscheidend ist jedoch die Gegenrechnung: Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 4.000 € genügen drei zusätzliche Abschlüsse in drei Jahren, um den Unterschied auszugleichen. Für einen Malerbetrieb ist das keine plausible Annahme – für eine Beratung, eine Klinik oder einen B2B-Zulieferer schon.
Vom Baukasten zur individuellen Website wechseln: Was Sie einplanen sollten
Der Wechsel ist der Punkt, an dem sich die anfängliche Ersparnis relativiert. Baukästen bieten keinen Export von Design oder Code – Sie nehmen im Wesentlichen Texte und Bilder mit. Alles andere entsteht neu.

Wichtiger als das Design ist die URL-Struktur. Baukästen erzeugen eigene Adressmuster; ohne saubere 301-Weiterleitungen verliert eine gewachsene Seite beim Umzug regelmäßig 30 bis 60 % ihres organischen Traffics. Planen Sie deshalb ein sauberes Weiterleitungskonzept, den Export aller Inhalte inklusive Meta-Angaben, die Übernahme von Bewertungen und Formulardaten sowie eine Übergangsphase mit Monitoring der Rankings ein.
Praktischer Rat: Wenn absehbar ist, dass Ihre Website innerhalb von zwei Jahren zum Vertriebskanal wird, sparen Sie mit dem Baukasten kein Geld – Sie verschieben die Kosten nur und zahlen sie später mit Zinsen in Form von Migrationsaufwand.
Häufige Fragen zu Baukasten und individueller Website
Ist WordPress günstiger als Wix?
In den ersten Monaten meist nicht. WordPress verursacht Kosten für Hosting, Theme und Wartung, ist dafür aber nicht an einen Anbieter gebunden. Ab etwa dem dritten Jahr und bei größerem Seitenumfang ist WordPress in der Regel wirtschaftlicher als ein Baukasten-Abo.
Kann man mit einem Baukasten gute Google-Rankings erreichen?
Ja, für lokale und wenig umkämpfte Suchbegriffe funktioniert das zuverlässig. Bei stark umkämpften Themen fehlen jedoch die technischen Stellschrauben: eigene URL-Logik, freie strukturierte Daten und volle Kontrolle über die Ladezeit. Genau dort entscheidet sich die Sichtbarkeit.
Gehört mir meine Website beim Baukasten?
Ihre Inhalte gehören Ihnen, das System nicht. Design, Funktionen und Quelltext bleiben beim Anbieter und lassen sich nicht exportieren. Bei einer Kündigung nehmen Sie Texte, Bilder und die Domain mit – die Website selbst muss neu aufgebaut werden.
Wie lange dauert eine individuelle Website?
Eine kleine Firmenwebsite benötigt fünf bis acht Wochen, ein größerer Auftritt mit mehreren Sprachen zehn bis sechzehn Wochen. Verzögerungen entstehen selten in der Entwicklung, sondern durch fehlende Inhalte und lange Freigabeschleifen auf Kundenseite.
Lohnt sich der Umstieg bei einer bestehenden Baukasten-Seite?
Er lohnt sich, sobald konkrete Anforderungen am System scheitern: Schnittstellen, Mehrsprachigkeit, Ladezeit oder Content-Wachstum. Solange die Seite ihre Aufgabe erfüllt und keine Anfragen verloren gehen, gibt es keinen wirtschaftlichen Grund für einen Wechsel.
Was kostet der Wechsel vom Baukasten zur Eigenentwicklung?
Rechnen Sie mit den Kosten einer Neuentwicklung zuzüglich 500 bis 2.500 € für Migration, Weiterleitungskonzept und Datenübernahme. Der Aufwand steigt mit der Anzahl bestehender Unterseiten und mit dem organischen Traffic, der erhalten bleiben muss.
Fazit: Baukasten oder individuelle Website? Wix, WordPress & Co. im Vergleich
Die Frage Baukasten oder individuelle Website entscheidet sich nicht am Preis, sondern an der Aufgabe Ihrer Website. Wix, Jimdo, Strato und Squarespace kosten über drei Jahre zwischen 250 und 2.200 €, sind in Tagen einsatzbereit und für digitale Visitenkarten die vernünftige Wahl – bei klaren Grenzen in Design, Schnittstellen und technischer SEO. WordPress liegt dazwischen: flexibel und inhaltsstark, dafür wartungsintensiv und stark abhängig von Theme und Plugins. Individuelle Entwicklung startet ab etwa 4.000 €, liefert volle Kontrolle über Performance, Struktur und Datenhaltung und skaliert ohne Systembruch.
Die praktische Faustregel: Informiert Ihre Website nur, nehmen Sie den Baukasten. Verkauft sie, erzeugt sie Leads oder bildet sie Prozesse ab, rechnet sich die Eigenentwicklung meist innerhalb von zwei bis drei Jahren – vor allem, weil ein späterer Wechsel deutlich teurer ist als die richtige Entscheidung zu Beginn.
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Arbeiten Sie aktuell mit einem Baukasten oder mit WordPress – und wo stoßen Sie an Grenzen? Schreiben Sie es gern in die Kommentare, wir antworten auf jede Frage.